2026: Astrid Lindgren

Astrid Lindgren (geb. 1907 Vimmerby – gest. 2002 Stockholm /Schweden)

Vor 80 Jahren erschien in Schweden das erste Pippi-Langstrumpf-Buch von Astrid Lindgren. Es wurde sofort ein Erfolg und ist heute eines der grossen Klassiker der Kinderbuchliteratur – in über 80 Sprachen übersetzt und mehr als 60 Mio mal verkauft.

Astrid Lindgren war weit mehr als die Schöpferin der freiheitsliebenden und starken Rebellin Pippilotta. Sie war eine überzeugte Humanistin und setzte sich zeitlebens für Gewaltlosigkeit ein; sowohl mit Zivilcourage und Ernst, als auch mit Humor und Liebe. Ab 1940 schreibt sie eigene und längere Texte,  um ihren persönlichen Erfahrungen, Beobachtungen und Gefühlen eine schriftliche Form zu geben. Für ihre Tochter Karin erfindet Astrid Lindgren 1941 die Figur Pippi Langstrumpf. 1945 erscheint dieses Buch beim kleinen Verlag Rabén & Sjögren, wo sie als Lektorin eingestellt wird und eine fantastische Kinderbuchabteilung aufbaut . Sie wird eine etablierte Kinderbuchautorin. In all ihren Werken ergreift sie klar Partei für Kinder und gegen Gewalt. Astrid Lindgren wird mit zahlreichen Preisen geehrt, unter anderem 1978 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, wo sie mit „Niemals Gewalt“ eine weltweit beachtete Dankesrede hält.

Ihre Bücher werden verfilmt, übersetzt und in aller Welt bekannt und sind heute überall für mehrere Generationen wichtig.

Im Januar 2002 stirbt Astrid Lindgren im Alter von 94 Jahren in ihrer Wohnung in Stockholm. Sie hinterlässt eine Menge erstaunlicher Texte: Tagebücher, Briefe, Pamphlete, Geschichten und Bücher, und lässt uns ehrfürchtig staunen über ihre Kraft, ihren Mut, ihre Bescheidenheit und ungebrochene Lebensfreude.

Ihre vielleicht wichtigste Lektion:

„Lasst euch nicht unterkriegen, seid frech und wild und wunderbar.“

Und auch:

“Ich finde, man sollte jeden Tag so behandeln, als wäre es der Einzige, den man hat. Dieser Tag, dieses Leben.“

Eine der wichtigsten Kinderbuchautorinnen des 20. Jahrhunderts. Sie inspirierte uns aufgrund ihrer publizistischen Tätigkeit und ihres Einsatzes für die Kinderrechte .

© Jacob Forsell

Fotos vom Auftritt an der Berner Fasnacht 2026: © der fotomacher, www.derfotomacher.ch

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